Informationstheorie

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Informationstheorie
- ein Beispiel für das Zusammenwachsen der Menschheit -

Sender-Empfänger

von

Rudi Zimmerman

Der Ausgangspunkt einer Nachricht/Sendung/Botschaft im Sender, dem lebenden Teil des Systems Mensch, dem Individuum, ist zunächst eine Wahrnehmung, eine Idee, ein Anliegen. Bei der Wahrnehmung kann es sich um optische, akustische und andere Wahrnehmung der Außenwelt, oder aber um Wahrnehmungen über Zustände/Gefühle usw. der Innenwelt handeln. Diese Idee oder Wahrnehmung ist etwas Geistiges.

Um diese Idee mitteilen zu können, also erfolgreich zu senden, muss sie zunächst codiert werden. Dafür hat der Mensch zunächst Begriffe entwickelt, die zu Botschaften oder Nachrichten in akustischer Form als gesprochene Worte an den Empfänger, den Mitmenschen, übermittelt werden. Als Transportmedium (Träger, in der Informationstheorie als "Kanal" bezeichnet) der Sendung fungiert hierbei die Luft. Der Mitmensch (Empfänger) dieser Nachricht decodiert diese. Im Beginn der Sprachentwicklung muss selbstverständlich zunächst eine Einigung über diese Codierung erzielt werden. Dies erfolgt in Kommunikation. Die Botschaft muss rückgekoppelt werden. Dies ist ein gesellschaftlicher Vorgang. Die Sprache, der Code für das, was individuell wahrgenommen wird, die Begriffe für Objekte und Tätigkeiten, Bewegungen usw. werden in einer Sprachgemeinschaft gemeinschaftlich durch Übereinkunft entwickelt. Erst nach einer Einigung über diesen Code können Nachrichten/Botschaften ausgetauscht werden. Sender und Empfänger können ihre Wahrnehmungen nun anstatt in Bildern (Filmen) oder Gefühlen in Form akustischer Begriffe (Worten und Sprache) im Hirn Speichern.

Diese Speicherung von Information sowie die Übertragung von Ideen und Wahrnehmungen, Wünschen, Befehlen usw. ist am Materie gebunden. Während die Ideen, Wahrnehmuingen usw. Geistiges sind, keinen Raum einnehmen und kein Gewicht haben, ist deren Speicherung und Übertragung (die "Sendung" der Nachricht) an Materie als Trägersunbstanz gebunden. Auch die Verarbeitung innerhalb des Individuums ist an Hirn, also an Materie/Energie (elektrische Energie, Ionenfluss) gebunden. Wie das ICH Wahrnehmung erzeugt, also elektrisch/chemischen Input über die Sinnesorgane/Nerven im Hirn in Bilder, Töne (z.B. akustische Sprache) transformiert, kann niemand sagen. Um diesen Input zu verarbeiten und zu speichern müssen nun Zeichen entwickelt werden. Diese Zeichen sind der Code, der jedoch nicht indivuell, sondern im Kollektiv durch Interaktion entwickelt wird. Und diese Zeichen, Begriffe, sprachliche (also akustische) Begriffe werden im Verlauf der menschlichen Evolution anstatt in Bildern, Gefühlen, Wünschen, nunmehr als akustisches Zeichen materiell gespeichert und über einen materiellen Träger, die Luft, zum Empfänger transportiert, "gesendet".

Im weiteren Verlauf, der nun nicht mehr Evolution, sondern Zivilisation genannt wird, werden die akustischen Zeichen in visuelle bzw. optische Zeichen übersetzt, schriftsprache Entwickelt. Diese Schriftsprache kann nun auch hirnextern bzw. außerhalb des lebenden Körpers gespeichert werden. Diese körperexterne Speicherung von Denkinhalten macht den Menschen zum Menschen und eröffnet einen neuen Erbweg. Die Denkinhalte, die vorher nur im Hirn körperintern gespeichert werden konnten und mit dem Tod des Individuums starben, können nun den Tod des Individuums überleben und durch diese hirnexterne körperexterne Speicherung in die Zukunft transportiert werden. Die zum Eigentum des Individuums gehörenden materiellen Dinge, Objekte, wie die Kleidung, die Wohnung, das Auto usw. unterliegen der Verfügungsgewalt des ICHs ebenso wie der lebende Körper bzw. dessen Bewegungsorgane, die er steuert. Da das Individum sein körperexternes Eigentum ebenso zu steuern vermag, nennt es die PhilS auch die körperexternen Effektoren, wenn diese Anteile der Verbesserung der Motorik des Menschen dienen. Sie sind zusätzliche Organe des Menschen, wie Hans Hass sie bezeichnet. Die PhilS rechnet sie dem Menschenzu und nennt daher den Menschen "System Mensch" (in der Grafik mit blau gepunktelter Linie umgeben).

In der Gegenwart hat sich die Ziviisation so weit entwickelt, dass die körperextern gespeicherten Denkinhalte auch im Internet gespeichert werden können (und nicht nur im Hirn), so dass sie im Prinzip der gesamten Menschheit zur Verfügung stehen (rechte Seite des Bildes)

Ganz allgemein besteht über diese körperexternen nicht lebenden materiellen Teile der einzelnen Systeme Mensch eine sehr enge Verbindung der Menschen untereinander. Denn diese körperexternen Teile können getauscht, gehandelt, verkauft und gekauft werden, sie werden nicht mehr individuell hergestellt, sondern im Kollektiv. Sie werden global produziert und global verkauft, sie werden gemeinsam genutzt, wie z.B. die Öffentlichen Verkehrsmittel und Flugzeuge. Sie verbinden also alle Menschen auf dem Erdball. Und dies tun sie unabhängig von den verschiedenen Sprachen und Kultren, die die Menschheit in unterschiedliche Sprachgemeinschaften, Glaubensgemeinschaften und Kulturen trennen. Während also bisher die Menschheit in Staaten, Glaubensgemeinschaften und Sprachgemeinschaften getrennt war, die sich bekriegten, also gegenseitig ermordeten, führen die körperexternen nichtlebenden materiellen Erweiterungen der Individuen dazu, dass die Menschen auf dem Globus zusammenwachsen und im Internet sogar gemeinsam denken und Ideen entwickelt können.

Die hier vorgestellte Informationstheorie ist also nur ein kleiner Ausschnitt der aktuellen Zivilisation, die sich dahin entwickelt, dass alle Menschen über die gleichen körperexternen Anteile ihrer materiellen Körper verfügen und auf diese Weise sich zu einer Einheit entwickeln.

Rudi Zimmerman, April 2010

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ISBN 3-8311-1902-3

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ISBN 3-00-004282-2
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Die Entwicklung der Erdbevölkerung zum System Menschheit.
ISBN 978-3-00-024701-9