neu:

Die Metamorphose.
auch die Schöpfung neuer zusätzlicher körperexterner Organe des Menschen ist eine Metamorphose

 Informationstheorie

Informationstheorie
- ein Beispiel für das Zusammenwachsen der Menschheit -

von

Rudi Zimmerman

"Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde." (Genesis Tag 1)

was ist das?

Zunächst besser formuliert: Im Anfang entstand durch eine Krafteinwirkung “Himmel” und “Erde”. Denn: ohne die Einwirkung einer Kraft kann sich nichts ändern (Newtonsches Gesetz)

Der nahe liegende Gedanke wäre: es wurde Materie (Erde) und Energie (Licht) geschaffen, oder Korpuskel und Welle, die Doppelnatur des Lichts. Aber: gab es überhaupt einen Anfang? Ist nicht alles ewig? Schöpfung und Ewigkeit schließen sich aus. Entweder ein Anfang, also eine Entstehung oder Schöpfung, oder aber Ewigkeit. Beides geht nicht. Innerhalb  dieses physikalischen Rahmens mit seinem Zeitbegriff kann es keinen Beginn geben, nur Umstrukturierung von Vorhandenem.

Der ferner liegende Gedanke:

Indem in einem "Urbrei" (Plasma), in dem Bewegung, also Kraft, existierte, zufällig zwei unterschiedliche Etwas sich bildeten, symbolisiert durch “Himmel” und “Erde”, entstand völlig Neues, nämlich:

Information.

Information hat keine Ausdehnung, ist rein geistig. Gregory Bateson sagt: eine Informationseinheit “ist ein Unterschied, der einen Unterschied ausmacht.”1

Mit anderen Worten: indem sich ein unbekanntes Etwas differenzierte, in zwei unterschiedliche Teile teilte, entstand etwas völig Neues, bisher nicht da gewesenes: die Information. Das Geistige.

Eine Information ist nur dann informativ, wenn eine Differenz vorhanden ist. Das einheitlich Gleiche kann keine Information enthalten. Eine "Information" über sich selbst, das identisch Seiende, ist keine Information im Sinne einer Nachricht, einer Botschaft, der Übermittlung von etwas Neuem.
Eine Information kann aber nur dadurch ausgebreitet werden, dass sie gesendet und von einem Empfänger verstanden wird. Hierzu muss sie codiert werden, was eine Einigung zwischen Sender und Empfänger über diese Codierung voraussetzt. Damit beschäftigt sich dieser kleine Aufsatz.

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Der Ausgangspunkt einer Nachricht/Sendung/Botschaft im Sender, dem lebenden Teil des Systems Mensch, dem Individuum, ist zunächst eine Wahrnehmung, eine Idee, ein Anliegen. Bei der Wahrnehmung kann es sich um optische, akustische und andere Wahrnehmung der Außenwelt, oder aber um Wahrnehmungen über Zustände/Gefühle usw. der Innenwelt handeln. Diese Idee oder Wahrnehmung ist etwas Geistiges.

Um diese Idee mitteilen zu können, also erfolgreich zu senden, muss sie zunächst codiert werden. Dafür hat der Mensch zunächst Begriffe entwickelt, die zu Botschaften oder Nachrichten in akustischer Form als gesprochene Worte an den Empfänger, den Mitmenschen, übermittelt werden. Als Transportmedium (Träger, in der Informationstheorie als "Kanal" bezeichnet) der Sendung fungiert hierbei die Luft. Der Mitmensch (Empfänger) dieser Nachricht decodiert diese. Im Beginn der Sprachentwicklung muss selbstverständlich zunächst eine Einigung über diese Codierung erzielt werden. Dies erfolgt in Kommunikation. Die Botschaft muss rückgekoppelt werden. Dies ist ein gesellschaftlicher Vorgang. Die Sprache, der Code für das, was individuell wahrgenommen wird, die Begriffe für Objekte und Tätigkeiten, Bewegungen usw. werden in einer Sprachgemeinschaft gemeinschaftlich durch Übereinkunft entwickelt. Erst nach einer Einigung über diesen Code können Nachrichten/Botschaften ausgetauscht werden. Sender und Empfänger können ihre Wahrnehmungen nun anstatt in Bildern (Filmen) oder Gefühlen in Form akustischer Begriffe (Worten und Sprache) im Hirn Speichern.

Diese Speicherung von Information sowie die Übertragung von Ideen und Wahrnehmungen, Wünschen, Befehlen usw. ist am Materie gebunden. Während die Ideen, Wahrnehmuingen usw. Geistiges sind, keinen Raum einnehmen und kein Gewicht haben, ist deren Speicherung und Übertragung (die "Sendung" der Nachricht) an Materie als Trägersunbstanz gebunden. Auch die Verarbeitung innerhalb des Individuums ist an Hirn, also an Materie/Energie (elektrische Energie, Ionenfluss) gebunden. Wie das ICH Wahrnehmung erzeugt, also elektrisch/chemischen Input über die Sinnesorgane/Nerven im Hirn in Bilder, Töne (z.B. akustische Sprache) transformiert, kann niemand sagen. Um diesen Input zu verarbeiten und zu speichern müssen nun Zeichen entwickelt werden. Diese Zeichen sind der Code, der jedoch nicht individuell, sondern im Kollektiv durch Interaktion entwickelt wird. Und diese Zeichen, Begriffe, sprachliche (also akustische) Begriffe werden im Verlauf der menschlichen Evolution anstatt in Bildern, Gefühlen, Wünschen, nunmehr als akustisches Zeichen materiell gespeichert und über einen materiellen Träger, die Luft, zum Empfänger transportiert, "gesendet".

Im weiteren Verlauf, der nun nicht mehr Evolution, sondern Zivilisation genannt wird, werden die akustischen Zeichen in visuelle bzw. optische Zeichen übersetzt, schriftsprache entwickelt. Diese Schriftsprache kann nun auch hirnextern bzw. außerhalb des lebenden Körpers gespeichert werden. Diese körperexterne Speicherung von Denkinhalten macht den Menschen zum Menschen und eröffnet einen neuen Erbweg. Die Denkinhalte, die vorher nur im Hirn körperintern gespeichert werden konnten und mit dem Tod des Individuums starben, können nun den Tod des Individuums überleben und durch diese hirnexterne körperexterne Speicherung in die Zukunft transportiert werden. Die zum Eigentum des Individuums gehörenden materiellen Dinge, Objekte, wie die Kleidung, die Wohnung, das Auto usw. unterliegen der Verfügungsgewalt des ICHs ebenso wie der lebende Körper bzw. dessen Bewegungsorgane, die er steuert. Da das Individum über sein körperexternes Eigentum ebenso zu verfügen vermag, nennt es die PhilS auch die körperexternen Effektoren, wenn diese Anteile der Verbesserung der Motorik des Menschen dienen. Sie sind zusätzliche Organe des Menschen, wie Hans Hass sie bezeichnet. Die PhilS rechnet sie dem Menschen zu und nennt daher den Menschen "System Mensch" (in der Grafik mit blau gepunktelter Linie umgeben).

In der Gegenwart hat sich die Zivilisation so weit entwickelt, dass die körperextern gespeicherten Denkinhalte auch im Internet gespeichert werden können (und nicht nur im Hirn), so dass sie im Prinzip der gesamten Menschheit zur Verfügung stehen (rechte Seite des Bildes)

Ganz allgemein besteht über diese körperexternen nicht lebenden materiellen Teile der einzelnen Systeme Mensch eine sehr enge Verbindung der Menschen untereinander. Denn diese körperexternen Teile können getauscht, gehandelt, verkauft und gekauft werden, sie werden nicht mehr individuell hergestellt, sondern im Kollektiv. Sie werden global produziert und global verkauft, sie werden gemeinsam genutzt, wie z.B. die Öffentlichen Verkehrsmittel und Flugzeuge. Sie verbinden also alle Menschen auf dem Erdball. Und dies tun sie unabhängig von den verschiedenen Sprachen und Kulturen, die die Menschheit in unterschiedliche Sprachgemeinschaften, Glaubensgemeinschaften und Kulturen trennen. Während also bisher die Menschheit in Staaten, Glaubensgemeinschaften und Sprachgemeinschaften getrennt war, die sich bekriegten, also gegenseitig ermordeten, führen die körperexternen nichtlebenden materiellen Erweiterungen der Individuen dazu, dass die Menschen auf dem Globus zusammenwachsen und im Internet sogar gemeinsam denken und Ideen entwickelt können.

Die hier vorgestellte Informationstheorie ist also nur ein kleiner Ausschnitt der aktuellen Zivilisation, die sich dahin entwickelt, dass alle Menschen über die gleichen körperexternen Anteile ihrer materiellen Körper verfügen und auf diese Weise die Menschheit sich zu einer Einheit entwickelt.

Rudi Zimmerman, April 2010

1) Vorlesung vom 9.1.1970, veröffentlicht in “Form, Substanz und Differenz”, in: Gregory Bateson: Ökologie des Geistes, suhrkamp taschenbuch wissenschaft: 571. Frankfurt am Main. 1985. ISBN 3-518-28171-2, Seite 582

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Das Manifest 2010
der
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Biologisch besteht die Erdbevölkerung aus Horden schwer bewaffneter Affen. Kann die Evolution des Geistes diese zu einer Menschheit einen?

Mit dieser Frage beschäftigt sich die Philosophie lebender Systeme in dem Buch:

Zivilisation als Fortsetzung der Evolution.
Die Entwicklung der Erdbevölkerung zum System Menschheit.

ISBN 978-3000247019